ALLE NACH BERLIN!!!
Freundliche Einladung an die Presse!
11.11.2002, 12.00-14.00: bundesweite Demonstration der Zahntechniker in
Berlin, Brandenburger Tor. 15.000 Zahntechniker werden erwartet. Als Sprecher wird u. a. auch
Lutz Wolf auftreten, Prsident des Verbandes deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI).
Weitere Informationen:
__ www.vdzi.de (Verband Deutscher Zahntechniker-
Innungen Bundesinnungsverband VDZI)
__ Basis-Informationen ¸ber das Zahntechniker-Handwerk: www.zi-nord.de > Schleswig-Holstein
> Presse > Presseinformation vom 6.11.2002
Kontakt zu Laboren:
__ Wenn Sie als Redaktion/Redakteur Kontakt zu Laboren w¸nschen, um direkte Einblicke
Ñvor Ort in die Situation von Dentallaboren (auch ÑZahntechnische Labore)
zu erhalten, stellen wir gern Kontakte f¸r Sie her. Sie knnen sich auch direkt
an eine der bundesweiten Zahntechniker-Innungen vor Ort wenden (www.vdzi.de)
Sparpläne der Bundesgesundheitsministerin gefährden kurzfristig 35.000 Arbeitspltze
im Zahntechniker-Handwerk
Seit 1998 gingen aufgrund der Gesundheitspolitik in Deutschland im Zahntechniker-Handwerk bereits
20.000 Arbeitspltze verloren das betraf fast 25% der hier Beschftigten.
Heute sind im Zahntechniker-Handwerk bundesweit 65.000 Menschen beschftigt. Jetzt will
die Bundesregierung gegen EU-Recht die nicht erlaubte Mehrwertsteuer f¸r
Zahnersatz von 7% auf 16% erhhen und gleichzeitig die Preise f¸r Zahnersatz um
5-10% senken. 35.000 Arbeitspltze im Zahntechniker-Handwerk sind akut gefördet.
Die deutschen Zahntechniker mit 65.000 Beschftigten bundesweit fertigen und reparieren
sicheren, haltbaren, krpervertrglichen und sthetischen Zahnersatz
vom Inlay ¸ber Kronen, Br¸cken bis hin zur Totalprothese. Zugunsten der Patientengesundheit
arbeiten die deutschen Zahntechniker mit der hchsten Qualittssicherung weltweit
(Medizinproduktegesetz etc.). Die deutschen Zahntechniker sind hochspezialisierte Facharbeiter,
die weltweit Anerkennung finden.
Gleichzeitig arbeiten die Zahntechniker in unserem Land zu staatlich festgeschriebenen Preisen,
auf die sie keinen Einfluss aus¸ben knnen. Sie sind in diesem Handwerk seit ¸ber
10 Jahren von der normalen Lohnentwicklung abgekoppelt und bilden verdienstm?ig das Schlusslicht
in der Berufsgenossenschaft f¸r Feinmechanik und Elektrotechnik. Seit 1992 m¸ssen
die Betriebe mit realen Preissteigerungen von insgesamt nur 5,6 Prozent zurechtkommen. (Zum
Vergleich: Das verf¸gbare Einkommen in der Bevölkerung stieg in dieser Zeit um durchschnittlich
26,8 Prozent.) Von 100 Euro Umsatz bleiben den Zahntechnikern derzeit nur 0,9 Euro ¸brig.
Das entspricht einer 0,9%igen Ertragsrate. Wenn die Regierung jetzt sogar die Bezahlung f¸r
Zahnersatz per Gesetz um 5-10% k¸rzen will, wird diesem Handwerk die Existenzgrundlage
genommen. Die Herstellung von Zahnersatz wird in Deutschland nicht mehr finanzierbar und auf
Billiglohnlnder ausgelagert.
Nach europischem Recht (77/388/EWG) sind zahntechnische Leistungen als Ñdem Gemeinwohl
dienende Ttigkeit steuerfrei zu erbringen. Nicht nur, dass in Deutschland diese
zahntechnischen Leistungen bereits mit 7% besteuert werden die Bundesregierung will
die Mehrwertsteuer sogar auf 16% erhhen. Dadurch wird Zahnersatz teurer. Diese Mehrkosten
w¸rden Patienten und Krankenkassen belasten. Um diese Belastung zu reduzieren, will Ulla
Schmidt die Preise f¸r zahntechnische Leistungen um 5-10% absenken, so dass die gesamte
Kostenreduzierung vom Zahntechniker-Handwerk aufgefangen werden muss.
Vergleichsdaten f¸r das Zahntechniker-Handwerk f¸r den Zeitraum 1992-2001 im berblick:
Anstieg der Lebenshaltungskosten 18,6 %
Anstieg der verf¸gbaren Einkommen 26,8 %
Anstieg der Preise f¸r Handwerksleistungen 28,7 %
Anstieg der Preise f¸r zahntechnische Leistungen 5,6 %
Anstieg der Lhne im Handwerk 17,0 %
Anstieg der Lhne im Zahntechniker-Handwerk 8,0 %
Am 11.11.2002 werden die Zahntechniker in Berlin am Brandenburger Tor von 12.00-14.00 Uhr friedlich
gegen die Plne von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt demonstrieren:
ÑGegen die Heraufsetzung der Mehrwertsteuer f¸r Zahnersatz und die Herabsetzung
der Hchstpreise f¸r Zahnersatz in der GKV um 5-10 Prozent. Als Sprecher wird
unter anderem auch Lutz Wolf auftreten, Prsident des Verbandes deutscher Zahntechniker-
Innungen (VDZI). Es werden 15.000 Zahntechniker erwartet.
Anhang: Zahntechniker-Handwerk
Regionale Zahntechniker-Innungen bundesweit: Zahlen (Stand Herbst 2002)
__ Rund 5.000 zahntechnische Betriebe haben sich bundesweit in 24 regionalen Innungen
zusammengeschlossen (in Klammern die jeweilige Mitgliederzahl): Schleswig-Holstein (179), Hamburg
(109), Bremen (46), Niedersachsen (457), M¸nster (194), Bielefeld (133), D¸sseldorf
(439), Arnsberg (186), Kln-Aachen (222), Bonn (48), Rheinland-Pfalz (209), Saarland (78),
Baden (310), W¸rttemberg (433), Kassel (110), Rhein-Main (292), S¸dbayern (655),
Nordbayern (406), Th¸ringen (120), Westsachsen (98), Dresden-Leipzig (154), Sachsen-Anhalt
(126), Berlin-Brandenburg (305), Mecklenburg-Vorpommern (108).
Bundesweiter Verband der regionalen Zahntechniker-Innungen: VDZI
__ Die regionalen Zahntechniker-Innungen haben sich im ÑVerband Deutscher Zahntechniker-Innungen
(Bundesinnungsverband) (VDZI) zusammengeschlossen.
__ Der VDZI sitzt in: 63303 Dreieich, Max-Planck-Stra?e 25, T.: (0 61 03) 37 07-0,
F.: (0 61 03) 37 07-33, info@vdzi.de, www.vdzi.de
__ Der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen vertritt die beruflichen und wirtschaftlichen
Interessen des Zahntechniker-Handwerks und unterst¸tzt die Mitgliedsinnungen in der Erf¸llung
ihrer gesetzlichen und satzungsm?igen Aufgaben.
> Der Vorstand des VDZI besteht aus dem Vorsitzenden (Prsident; derzeit ZTM Lutz Wolf
> Innung Niedersachsen), dessen Stellvertreter (Vizeprsident; derzeit ZTM Hans-J¸rgen
Borchard > Innung M¸nster) und f¸nf weiteren Mitgliedern (derzeit ZTM Peter
K. Thomsen, zugleich Obermeister der Zahntechniker-Innung Schleswig-Holstein > Innung Schleswig-Holstein;
ZTM Wolfgang Zierow > Innung Th¸ringen; ZTM Reinhold Rcker > Innung Baden;
ZTM Peter Stenzel > Innung S¸dbayern; ZTM J¸rgen Schwichtenberg > Innung
Niedersachsen). Er wird von der Mitgliederversammlung aus ihrer Mitte auf drei Jahre gewhlt,
wobei eine Wiederwahl zulssig ist. Die Wahlperiode des derzeitigen Vorstandes endet im
Mai/Juni 2003.
Zahntechnik ein Handwerk der besonders feinen Art mit weltweit f¸hrender Qualitt
aus Deutschland
__ 2001 gab es in Deutschland ca. 8.800 selbststndige Dentallaboratorien (auch Ñzahntechnische
Betriebe).
__ 2001 lag die Zahl der bundesweit im Zahntechniker-Handwerk Beschftigten bei 65.000.
>> Anm.: Seit 1998 gingen aufgrund der Gesundheitspolitik in Deutschland im Zahntechniker-Handwerk
20.000 Arbeitspltze verloren das betraf fast 25% der dort
Beschftigten. Die Nachfrage nach Zahnersatz liegt noch heute ca. 20% unter dem Niveau
des Jahres 1997.
__ Von 1980 bis 2000 wurden deutschlandweit mehr als 13.500 Meisterpr¸fungen zum
Zahntechniker-Meister abgelegt. Diese Meister-Struktur sichert die handwerkliche Qualitt.
__ Die Zahl der Auszubildenden im Zahntechniker-Handwerk lag 2001 deutschlandweit bei knapp
8.300. Von 1980 bis 2000 wurden in diesem Handwerk in ganz Deutschland 67.556 Gesellen ausgebildet.
1999 hatten von den Lehrlingen rund 50% einen Hauptschulabschluss, ca. 30% die Fachhoch-/Hochschulreife.
__ Ttigkeitsinhalte: Zahntechniker arbeiten ¸berwiegend im gewerblichen Dentallabor,
aber auch im Praxislabor, in der Zahnklinik und der Dentalindustrie. Sie fertigen Zahnersatz
oder Hilfsteile im Auftrag ihrer Kunden, der Zahnrzte, an. Daf¸r liefert der Zahnarzt
Abformungen der Kiefer des Patienten und von diesen Abformungen wiederum werden zuerst
einmal meist Gipsmodelle hergestellt. Auf der Basis dieser Gipsmodelle werden zum Beispiel
Inlays, Kronen, Br¸cken oder herausnehmbare Teilprothesen hergestellt hufig
aus speziellen Dentallegierungen. Dentallegierungen, die teilweise einen hohen Edelmetallanteil
besitzen, werden ¸berwiegend mit Hilfe der Gie?technik verarbeitet. F¸r die nat¸rliche
Zahnfarbe sorgen Verblendmaterialien aus Kunststoff, Keramik oder Composite. Im Zuge der steigenden
Nachfrage nach sthetik werden zunehmend mehr F¸llungen, Kronen und Br¸cken
ausschlie?lich aus Composite oder Keramik gefertigt. Zahnlose Kiefer werden z. B. mit Totalprothesen
aus Kunststoff versorgt. F¸r die Regulierung der Zahn- und Kieferverhltnisse sorgen
kieferorthopdische Schienen oder Gerte. Hinzu kommen die nderung, Ergnzung
und Reparatur von Zahnersatz jeglicher Art. Management-Wissen vom Qualittsmanagement
bis hin zum Umwelt- und Gesundheitsschutz wird immer wichtiger. Die Arbeit der Zahntechniker
ist sehr anspruchsvoll, da sie sowohl Kenntnisse der menschlichen Anatomie und Physiologie
als auch der naturwissenschaftlichen Zusammenhnge f¸r den Umgang mit den vielfltigen
Materialien und technischen Gerten erfordert. Eine k¸nstlerische Begabung ist f¸r
die gelungene Form- und Farbgebung des individuellen und immer noch nahezu ausschlie?lich in
Handarbeit hergestellten Zahnersatzes ntig. Gleichzeitig wird eine gleichbleibend hohe
Przision und Qualitt auch bei engen zeitlichen Terminvorgaben verlangt. Zahntechniker
beraten ihre Auftraggeber ¸ber Werkstoffe und deren Biokompatibilitten sowie ¸ber
neueste technische und statische Mglichkeiten der geplanten Prothetik bis hin zu Implantaten,
die mit modernster Computertechnologie geplant werden. Sie unterst¸tzen somit die Zahnrzte
in ihrem Bem¸hen einer optimalen Patientenversorgung zur Wiederherstellung der Kau-,
Schluck- und Sprechfunktion sowie des sthetischen Gesamteindrucks.
__ Berufliche Aufstiegsmglichkeiten: Leitung einer Abteilung oder eines Labors,
Zahntechnikermeister/in (Laborleitung, Selbststndigkeit), Betriebswirt/in des
Handwerks, Diplomingenieur/in Dentaltechnologie
Demonstration vor dem schleswig-holsteinischen Landtag



